Immobilien Direktanlage
Der Begriff der „direkten Immobilienanlage“ bezeichnet den direkten Kauf eines Gebäudes als Vermögenswert, der von Inflation unberührt bleibt. Motivation für einen Anleger – oder auch Kreditgeber – ist hier die langfristige Wirtschaftlichkeit von Mieteinnahmen. Werden Mieten erhöht, steigert sich auch der Gesamtwert des Hauses: Die Idee der Altersvorsorge durch späteren Wiederverkauf wird hier deutlich.
Wie hoch Mieten angesetzt werden können, hängt grundsätzlich vom Standort ab. Somit ist ein erster Schritt, abzuschätzen, wie wirtschaftlich der Standort bisher war, zum Kaufzeitpunkt ist und welche Entwicklungen in der entsprechenden Ortslage geplant oder generell vorauszusehen sind. Bei gewerblich genutzten Objekten können z. B. Geschäftsberichte zu Grunde gelegt werden. Eigentumswohnungen oder Mehrfamilienhäuser sind in Ballungsgebieten oder in infrastruktureller Nähe von großen Arbeitgebern langfristig vermietbar – oder an Senioren in ruhiger Lage. Diese Ortseigenschaften sind und bleiben immer lohnend – unabhängig von Prognosen, inwiefern sich die Bevölkerung in Deutschland über die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre verändern könnte.
Zuerst ist über den Notar bei Gericht das Vorkaufsrecht festzulegen und die Auflassung zu notieren.
Befinden sich bereits Mieter in dem Objekt, so bringt der Kauf es mit sich, daß die Verträge so, wie sie geschlossen wurden, übernommen werden. Das heißt: Mit der Kaufpreiszahlung erhält der Käufer Anspruch auf die Mietzahlungen (deren bisherige Regelmäßigkeit bei privaten Mietern auch Gegenstand der Voreinschätzung ist). Gleichzeitig fallen ihm dann auch Pflichten wie die Zahlung der Grundsteuer, die Instandhaltung und möglicherweise Verwaltungskosten zu – andere Kosten werden von den Mietern übernommen.
Ohnehin gilt bei sanierungsbedürftigen Gebäuden im Allgemeinen: Von Bauträgern sowie beteiligten Baufirmen können noch bis zu fünf Jahre lang Garantieleistungen beansprucht werden.